In diesem Beitrag geht es um den Crash 2018, den wir aktuell am Aktienmarkt sehen. Wodurch wurde der Crash verursacht, war der Crash vorherzusehen und wie geht es weiter? Du erfährst es in diesem Beitrag.

 

VORHERSEHBARKEIT DES CRASH 2018

 

Vorweg, eigentlich müsste man das Wort Crash in Anführungszeichen setzen, denn bei einem Rücksetzer von etwa 10 Prozent kann man eigentlich noch nicht von einem richtigen Crash sprechen. Trotzdem hat der kleine Crash 2018 viele Anleger verunsichert. Vor allem die Geschwindigkeit des Rücksetzers wahr sehr überraschend.

In meiner Serie „Erkenne den Crash, bevor er eintritt“ habe ich die These aufgestellt, dass Du mit den Indikatoren in der Lage bist, einen Crash zu erkennen, bevor er eintritt. Dafür wurde ich auf meiner Seite, aber gerade auch auf anderen Seiten teilweise hart angegriffen.

War dieser Crash aber vorherzusehen?

Einige meiner Leser haben sich bei mir in den letzen Tagen bedankt, da sie mit den Indikatoren den Crash frühzeitig ausmachen konnten.

Am 30.01.18 habe ich einen Kommentar auf der Seite grossmutters-sparstrumpf.de hinterlassen. In dem Artikel ging es darum, dass die Börsen-Ampel aktuell auf grün steht. Darauf habe ich den folgenden Kommentar hinterlassen:

Crash 2018

Quelle

Zu dem Beitrag gelangst Du hier.

Der Crash 2018 war also mit den Indikatoren frühzeitig zu erkennen.

 

WODURCH WURDE DER CRASH 2018 AUSGELÖST?

 

Im nachhinein finden sich natürlich immer viele Erklärungen dafür, warum es einen Crash gegeben hat. Meine Vermutung ist folgende: Durch die Zinserhöhung der FED in den USA sind die Zinsen von US-Amerikanischen Staatsanleihen angestiegen. Mittlerweile sind die Zinsen für US-Staatsanleihen genauso hoch, die die Dividendenrendite bei dem S&P 500.

Einige Anleger stellen sich darum die Frage, warum sie das Risiko einer Aktieninvestition eingehen sollen, wenn sie die gleiche Rendite auch mit den „sicheren“ Staatsanleihen bekommen. Quelle

Dazu kam, dass an dem Freitag den 02.02.18, an dem es an der Börse zu dem ersten stärkeren Einschlag kam, die Arbeitsmarktdaten in den USA veröffentlicht wurden. Dort wurde ersichtlich, dass die Löhne bei einer gleichzeitig sehr hohen Beschäftigung stark gestiegen sind. Das deutet auf eine steigende Inflation hin, was einige Anleger verunsichert hat. Quelle

Der starke Anstieg am Aktienmarkt im Januar 2018 hat dann die Situation noch verstärkt. Viele Anleger wollten ihre Gewinne mitnehmen und haben damit die Kurse weiter zum sinken gebracht.

Natürlich haben auch die Crash-Propheten in einer solchen Zeit Hochkonjunktur, die schon seit langem vor einem historischen Einbruch am Aktienmarkt warnen.

Hier der Chart des S&P 500 auf Sicht des letzen Monats:

 

S&P 500 Crash 2018

Quelle

 

DIE ABSICHERUNG

 

Obwohl ich mit den Indikatoren erkannt habe, dass es bald ungemütlich werden könnte, habe ich mich leider erst viel zu spät abgesichert. Nach dem ruhigen Jahr 2017 hätte ich nicht gedacht, dass der Rücksetzer doch so schnell und stark kommt.

Dazu kommt, dass wir einen Volatilitäts-Crash am Markt gesehen haben. Noch nie zuvor ist die Volatilität so stark in so kurzer Zeit gestiegen.

Das hat dazu geführt, dass als es los ging, die Optionen so teuer geworden sind, das eine Absicherung mit Optionen, aus meiner Sicht, deutlich zu teuer geworden wäre.

Wie ich mich letzten Endes abgesichert habe, dazu gleich mehr.

 

DER VOLA-CRASH

 

Die Volatilität war seit 1 1/2 Jahren historisch niedrig. Viele Anleger haben darum in Volatilitätsprodukte investiert, beziehungsweise auf einen weiteren Rückgang der Volatilität gesetzt. Einige dieser Volatilitätsprodukte sinken langfristig, von daher haben viele Anleger ein paar Monate damit gutes Geld verdient.

Als jedoch jetzt die Volatilität angestiegen ist, kamen diese Anleger in Bedrängnis. Dadurch mussten sie ihre Leerverkäufe wieder auflösen und haben damit die Volatilität noch einmal stark in die Höhe getrieben, Stichwort Short Squeeze.

War der VIX (Indikator der die Volatilität in den S&P 500 Optionen anzeigt), zuletzt bei 9, stieg er in den letzten Tagen zeitweise auf über 50 an. Das ist in der Kürze der Zeit bisher wirklich einmalig.

Vola-Crash 2018

Quelle

Ein Volatilitätsprodukt, auf das einige Anleger gesetzt haben war der XIV. Dieses Produkt verkauft den VIX leer, hat also genau die gegenteilige Entwicklung des VIX. Durch diesen Vola-Anstieg hat der XIV an einem Tag mehr als 80 Prozent verloren. Mittlerweile wurde das Produkt vom Markt genommen, da der Totalverlust und die Pleite des Produkts gedroht hat. Viele Investoren haben damit extrem viel Geld verloren.

 

ABSICHERUNG ÜBER EINEN LEERVERKAUF

 

Ich investiere in einzelne Unternehmen. Darum habe ich mich über den Leerverkauf vom SPY (ETF auf den S&P 500) abgesichert. Im siebten Teil der Serie „Erkenne den Crash, bevor er eintritt“ gehe ich mehr auf das Thema Absicherung ein. Zu diesem Teil gelangst Du hier.

Der Leerverkauf kostet mich auf das Jahr gerechnet 0,35 Prozent an Zinsen, von daher sind die Kosten für ein paar Tage verschwindend gering.

Der Sinn des Leerverkaufs ist, dass Du vom Wert her, so viele Anteile des ETF´s leer verkaufst, wie Du in Aktien investiert hast. Damit gleicht der Gewinn aus dem Leerverkauf in etwa den Verlust Deiner Aktien aus. 100 Prozentig genau kannst Du das natürlich nicht austarieren, da die Werte in Deinem Depot vielleicht etwas stärker oder schwächer fallen, als der Markt. In etwa kannst Du Dein Depot dadurch aber gut absichern.

Die Absicherung hat mich vor stärkeren Verlusten bewahrt, aber da ich mich leider etwas spät abgesichert habe, musste ich auch ein paar Federn lassen.

 

WARUM WAR DER CRASH 2018 SO KURZ UND HEFTIG?

 

Ich denke, die Hauptursache dafür sind die mittlerweile sehr populären ETF´s. ETF´s sind nicht allgemein schlecht, aber vor allem investieren dort viele Privatanleger, die keinerlei Verbindung zu den Unternehmen haben, in die sie über den jeweiligen ETF investieren.

Dadurch sehen sie nicht das Unternehmen, sondern nur die absoluten Zahlen. Da viele von ihnen noch keinen Crash am Aktienmarkt erlebt haben, bekommen diese Anleger schnell kalte Füße und verkaufen ihre ETF´s wieder.

Der Januar diesen Jahres war der zweitbeste Januar in der Geschichte der Börse, was vor allem daran lag, dass in diesem Monat so viel Geld in die ETF´s geflossen ist, wie nie zuvor. Quelle

Jetzt bei dem Rücksetzer gab es allerdings auch die höchsten Abflüsse aus ETF´s in der Geschichte der Börse. Quelle

 

WIE GEHT ES WEITER?

 

Wie sich der Markt tatsächlich in den nächsten Tagen und Wochen verhält, weiß natürlich niemand.

Meine Vermutung ist, dass jetzt der Großteil der Anleger verkauft hat, der verkaufen wollte. Ich werde die 10 Prozent günstigeren Preise nutzen, um ein paar Aktien nachzukaufen, die ich sowieso in Zukunft nachgekauft hätte. 10 Prozent weniger ist ein schönes Sonderangebot.

Meine Vermutung ist, dass der Markt sich in der nächsten Woche wieder erholen wird. Da der Markt jedoch aktuell sehr unentschlossen ist und es durchaus noch zu einem weiteren Rücksetzer kommen kann, werde ich meine Absicherung noch etwas im Markt lassen, bis sich die Lage wieder etwas beruhigt. Wenn sich die Lage dann wieder beruhigt, verkaufe ich meine Absicherung und realisiere die dadurch entstandenen Gewinne. Den Gewinn nutze ich für weitere Nacchkäufe.

Ich glaube nicht, dass sich aus diesem Rücksetzer direkt ein großer Crash entwickeln wird.

Trotzdem kann es sein, dass es nach einer Erholung von ein paar Tagen oder Wochen ein noch stärkerer Crash kommen kann. Auch wenn ich meine Absicherung wieder aus dem Markt nehme, bleibe ich wachsam und werde meine Absicherung wieder in den Markt legen, wenn die Indikatoren mir wieder ein Signal geben.

 

FAZIT

 

Bei dem aktuellen Crash 2018 habe ich mein Depot leider erst zu spät abgesichert. Ich habe daraus gelernt und werde mein Depot, wenn ich die Anzeichen erkenne, in Zukunft direkt absichern. Sollte es dann doch nicht zu einem Crash kommen, kostet mich das einen kleinen Betrag, aber besser, als Geld zu verlieren, so wie bei diesem Crash.

Die Indikatoren funktionieren und selbst wenn Du nicht daran glaubst, dass Du damit einen Crash vorhersehen kannst, empfehle ich Dir wirklich sie Dir anzusehen. Nichts ist so frustrierend, wie Geld, für das Du hart gearbeitet hast, in ein paar Tagen an der Börse zu verlieren. Zu dem ersten Teil der Serie gelangst Du hier.

 

 

WAS DENKST DU ÜBER DEN AKTUELLEN CRASH 2018?

KONNTEST DU DEN CRASH MIT DEN INDIKATOREN ERKENNEN?

WIE ENTWICKELT SICH DER MARKT AUS DEINER SICHT IN DER ZUKUNFT?

HAST AUCH DU DEIN DEPOT ABGESICHERT?

ICH FREUE MICH AUF DEINEN KOMMENTAR

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